Migration und Integration

Als Wohlfahrtsverband engagiert sich die Diakonie seit Jahrzehnten in der Arbeit für Menschen mit Migrationshintergrund. Der Einsatz gehört zum kirchlichen Auftrag und ist unverzichtbarer Bestandteil des diakonischen Profils.

Unsere Mitarbeiterinnen sind kompetente und verlässliche Partnerinnen im Integrationsprozess und bieten Orientierung, Beratung und Unterstützung bei migrationsspezifischen und persönlichen Belangen. Dadurch tragen wir dazu bei, Integrationschancen zu verbessern, Chancengleichheit zu ermöglichen und die Teilhabe von Menschen mit Migrationshintergrund in allen Bereichen des sozialen, kulturellen und politischen Lebens zu fördern.


Jugendmigrationsdienst – Hilfen und Angebote für junge Zugewanderte

Die Aufgabe des Jugendmigrationsdienstes besteht darin, junge Menschen mit Migrationshintergrund im Alter von 12 bis 27 Jahren während ihres Integrationsprozesses zu beraten und zu begleiten. Die Mitarbeiterinnen unterstützen bei der sprachlichen, schulischen, beruflichen und sozialen Eingliederung und helfen bei allen persönlichen Fragen und Problemen. Die Beratung ist kostenlos und unterliegt der Schweigepflicht, sie erfolgt unabhängig von Religion oder Nationalität. Neben der Beratung werden Bildungsseminare, Workshops, Freizeitaktionen sowie interkulturelle und generationenübergreifende Veranstaltungen angeboten.  

Der Jugendmigrationsdienst arbeitet im Auftrag des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Verbindliche Grundlage für die Arbeit sind die bundeseinheitlichen Grundsätze und Rahmenkonzepte. Als interkulturell ausgerichtetes Angebot der Jugendsozialarbeit ist der Jugendmigrationsdienst Teil moderner, zukunftsorientierter Jugendhilfe. Die lokalen Besonderheiten und Schwerpunkte der Arbeit werden in einem Leistungsprofil beschrieben. In einer Netzwerkkarte werden Kooperationen und Partnerschaften mit örtlichen und überregionalen, sozialen und öffentlichen Einrichtungen dargestellt.

Weitere Informationen: Jugendmigrationsdienste.de

Ihre Ansprechpartner:

Frau Birgit Meyer
Tel. 05731 2523-57 
jmd@diakonie-vlotho.de

Frau Isabella Gianfreda
Tel. 05731 2523-70 
migration@diakonie-vlotho.de

Gefördert durch das


Flüchtlingsberatung – Hilfen und Angebote für Flüchtlinge

Wir respektieren Menschen aus anderen Ländern und Kulturen. Flüchtlingen mit unterschiedlichen Aufenthaltsstatus stehen wir während und nach Abschluss des Asylverfahrens zur Seite und helfen ihnen dabei, sich aktiv eine eigene Perspektive für die Zukunft zu erarbeiten.

Unsere Flüchtlingsberatung setzt sich aus drei Säulen zusammen:

  • Beratung und Begleitung:  Als soziale AnwältInnen vertreten wir die Interessen der Flüchtlinge, geben Orientierungshilfe sowie praktische Unterstützung im Alltag. Unsere Beratung findet im Diakonischen Werk in Bad Oeynhausen, im Rathaus der Stadt Porta Westfalica, im Gemeindebüro St. Stephan in Vlotho, dezentral in den Sammelunterkünften, in den Kirchengemeinden sowie bei Hausbesuchen statt. Sie unterliegt der Schweigepflicht und erfolgt unabhängig von Religionszugehörigkeit oder Nationalität. 
  • Ehrenamtliche als SozialpatInnen:  Flüchtlinge brauchen bei Problemen des täglichen Lebens PartnerInnen, die ihnen Brücken in unsere Gesellschaft bauen und die als MittlerInnen bei Behörden u.a. zur Seite stehen. Deshalb bauen wir ein Netzwerk ehrenamtlicher HelferInnen als SozialpatInnen auf. Sie werden von uns in einem Arbeitskreis und mit Veranstaltungen begleitet und fortgebildet.Wir freuen uns auf Menschen, die uns in unserer Arbeit unterstützen. 
  • Vernetzungs- und Öffentlichkeitsarbeit:  Wir kooperieren mit Behörden,  mit  Beratungsstellen und Fachdiensten, FachanwältInnen für Asyl- und Aufenthaltsrecht, mit Politik, den Integrationsbeauftragten, mit dem Kommunalen Integrationszentrum, mit Arbeits- und Ausbildungsstellen, Jugendhilfe-, Kultur- und Bildungsträgern sowie mit Kirchengemeinden und Religionsgemeinschaften. In lokalen Gremien und Arbeitsgruppen in Bad Oeynhausen und Porta Westfalica, im evangelischen Kirchenkreis Vlotho und im Kreis Minden-Lübbecke sind wir vertreten. Wir berichten über die Situation von Flüchtlingen vor Ort, in Politik und Verwaltung, bei Vereinen, Verbänden, in Institutionen, Pfarrkonferenzen und Kirchengemeinden.

Unsere Arbeit wird gefördert durch den Kirchenkreis Vlotho und seine Gemeinden, die Stadt Bad Oeynhausen, die Stadt Porta Westfalica und durch Ihre Spenden.

Ehrenamtliche als Sprachpaten

Zur Förderung der Kenntnisse in der deutschen Sprache der Geflüchteten werden dringend ehrenamtlich tätige „Sprachpaten“ gesucht. Öffentliche Sprachkurse sind Gruppenangebote und können nicht alle spezifischen Bedarfe der einzelnen Teilnehmer abdecken. Das Projekt „Sprachpaten“ soll dagegen in Einzelkontakten erfolgen.

Die notwendige Hilfe und der zeitliche Umfang werden individuell zwischen den Ehrenamtlichen und den Geflüchteten vereinbart, ganz nach dem Bedarf des Geflüchteten. Unter Anderem kann die Unterstützung ausbildungs- bzw. beschäftigungsbezogene Nachhilfe sowie die Vorbereitung auf Deutschprüfungen in den Sprachschulen oder die Sprachpraxis für den Alltag beinhalten.

Ihre Ansprechpartner:

Frau Anna Gasiewski
Porta Westfalica
Tel. 0175 2667499
flucht@diakonie-vlotho.de

Herr Philipp Poggemöller
Porta Westfalica, Vlotho
Tel. 0160 97704784
fluechtlingsberatung@diakonie-vlotho.de

Herr Sebastian Schmale
Bad Oeynhausen, Porta Westfalica
Tel. 0151 53907938
fluechtlingshilfe@diakonie-vlotho.de

Frau Elena Kerlen
Bad Oeynhausen
Tel. 0151 68817010
fluebe@diakonie-vlotho.de


Generationen grenzenlos

Krach im Wohngebiet zwischen Alt und Jung? Anwohner und Anwohnerinnen, die sich durch junge Menschen in ihrer Ruhe gestört fühlen? Enttäuschte Jugendliche, die von ihren Treffpunkten vertrieben werden? Verständigung zwischen den Generationen scheint nicht mehr möglich zu sein!? Genau da setzt das Integrationsprojekt „Generationen grenzenlos“ mit seiner Arbeit an. Es verbindet aufsuchende Jugendsozialarbeit mit interkulturellem und generationenübergreifendem Austausch.

Erwachsene können in der Regel auf einen reichen Erfahrungsschatz zurückgreifen. Sie besitzen Kompetenzen und Ressourcen, von denen junge Menschen profitieren können. Umgekehrt besitzen junge Menschen Kenntnisse und Fähigkeiten, die für Erwachsene hilfreich sind. Warum also nicht eine Brücke zueinander bauen? Der ehemalige Handwerksmeister, der jungen Auszubildenden fachbezogene Nachhilfe gibt, oder die junge Frau, die einer Rentnerin den Gebrauch des Computers anschaulich erläutert, können Beispiele dafür sein.

In unserem Projekt soll Lernen über bestehende Altersgrenzen und kulturelle Barrieren hinaus ermöglicht werden. Vorurteile und Schwellenängste können abgebaut und interkulturelle Akzeptanz, Verständigung sowie ehrenamtliches Engagement gefördert werden. Dadurch wird das Zusammenleben im Stadtteil für alle angenehmer und friedlicher.

Das Projekt wird in enger Kooperation mit der Stadt Bad Oeynhausen, weiteren Trägern der Jugendhilfe und anderen Behörden und Institutionen realisiert und aus kommunalen Mitteln gefördert.

Ihr Ansprechpartner: 

Frau Janina Vogelsang-Häseler
Tel. 05731 2523-83
grenzenlos@diakonie-vlotho.de


Arbeitskreis „WiR“ – „Wege interkulturellen Respekts“

Im Dezember 2008 präsentierte unser Team des Jugendmigrationsdienstes die Ausstellung „anders? – cool!“ zur Situation von jungen Menschen mit Migrationshintergrund im Druckerei Begegnungszentrum. Hierzu wurde im Vorfeld ein buntes Rahmenprogramm zum Thema Migration mit unterschiedlichen Veranstaltungen wie z.B. Theater, Musik oder Film entwickelt. Junge Menschen mit und ohne Migrationshintergrund wurden in die Vorbereitungen einbezogen und leisteten aktive Beiträge. Umgesetzt werden konnte dieses über zwei Wochen andauernde Großprojekt nur durch eine enge Zusammenarbeit mit engagierten Fachkräften aus Schulen, Behörden und anderen Institutionen. Das Ergebnis waren die ersten Interkulturellen Wochen in Bad Oeynhausen.

In Folge der positiven Resonanz auf die Veranstaltungen entschlossen sich die Beteiligten, weiterhin gemeinsame Aktionen für ein friedliches Miteinander und gegen Rassismus durchzuführen und nachhaltig zusammen zu arbeiten. Im Mai 2009 gründeten wir den Arbeitskreis „WiR“ mit Mitgliedern aus vielen verschiedenen Einrichtungen.

Durch unsere Aktionen möchten wir die Integration von jungen Menschen mit Migrationshintergrund fördern, ihr Potenzial sichtbar machen und Möglichkeiten der Begegnung zwischen Menschen unterschiedlicher Kulturen und Generationen schaffen. Der Name des Arbeitskreises macht es deutlich: „Wege interkulturellen Respekts“ sollen entstehen. Den Impuls für die Namensgebung gab ein Bild, das während der Interkulturellen Wochen 2008 von Jugendlichen im Rahmen eines Kunst-Workshops erstellt worden ist und seitdem im Bürgerbüro der Stadt Bad Oeynhausen dauerhaft der Öffentlichkeit präsentiert wird.

Jährlich organisieren wir rund um den „Internationalen Tag gegen Rassismus und Diskriminierung“ am 21. März Interkulturelle Tage. Weitere Informationen dazu unter der Infopage unseres Jugendmigrationsdienstes im JMD-Portal. Hier finden Sie den Flyer (PDF) zu den Veranstaltungen 2018.

Ihr Ansprechpartner:

Frau Birgit Meyer
Tel.: 05731 2523-57
jmd@diakonie-vlotho.de

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